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Anleihen-Investments erklärt: Wo sich P2P-Kredite einordnen

Festverzinsliche Anlagen bedeuten, einem Staat, einem Unternehmen oder einem Kreditnehmer Geld zu leihen und dafür regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Kapitals bei Fälligkeit zu erhalten. Zu den gängigen festverzinslichen Anlagen zählen Staats- und Unternehmensanleihen, Geldmarktinstrumente und P2P-Kredite. Die Renditen sind vorhersehbarer als bei Aktien, jedoch nicht garantiert, und das Kapital bleibt dem Risiko von Zahlungsausfällen und steigenden Zinsen ausgesetzt.

In This Article

Was sind festverzinsliche Anlagen?

Bei festverzinslichen Anlagen stellt der Kreditgeber dem Kreditnehmer Kapital zur Verfügung, und der Kreditnehmer bedient dieses Kapital durch feste Zinszahlungen oder die Rückzahlung des Kapitalbetrags. Anders als bei Aktien, deren Erträge von den Marktbedingungen abhängen, beruhen festverzinsliche Anlagen auf vertraglichen Verpflichtungen als Ertragsquelle. Der Investor kennt somit die Struktur der Vereinbarung bereits vor Vertragsabschluss, was den Prozess vorhersehbar macht. Eine vom Staat ausgegebene Anleihe kann dem Investor beispielsweise alle sechs Monate Zinsen zahlen, oder eine Festgeldanlage bietet einen festen Zinssatz über einen vorab definierten Zeitraum. Dasselbe gilt für P2P-Kredite, bei denen Zinszahlungen monatlich erfolgen können oder die Kapitalrückzahlung einem vorab festgelegten Zeitplan folgt.

Historisch betrachtet zeigen festverzinsliche Anlagen im Vergleich zu Aktien eine geringere Volatilität. Das lässt sich dadurch erklären, dass festverzinsliche Anlagen auf vertraglichen Verpflichtungen und nicht auf Eigentumsansprüchen beruhen. Der Zusammenhang zwischen Volatilität und Risiko ist jedoch indirekt, und eine geringere Volatilität bedeutet nicht zwangsläufig ein geringeres Risiko. Kreditereignisse, Inflation, Einschränkungen der Liquidität des jeweiligen Vermögenswerts sowie Veränderungen im Zinsumfeld sind allesamt Faktoren, die bei festverzinslichen Anlagen ein Risiko darstellen können.

Viele Investoren betrachten festverzinsliche Anlagen als Quelle für den Kapitalaufbau im Portfolio. Der zentrale Unterschied zu wachstumsorientierten Anlagen besteht darin, dass festverzinsliche Anlagen unter normalen Marktbedingungen auf einen regelmäßigen Zahlungsstrom und den Kapitalerhalt ausgerichtet sind, während wachstumsorientierte Anlagen auf eine langfristige Wertsteigerung des Kapitals abzielen.

Was bedeutet „festverzinsliche Anlage“ einfach erklärt?

Einfach ausgedrückt bedeutet „festverzinsliche Anlage“, dass ein Kreditgeber Geld gegen feste Zinsen zur Verfügung stellt. Empfänger des Kapitals können Unternehmen, Finanzinstitute, Organisationen oder Privatpersonen sein, während der Investor im Gegenzug für den Kredit regelmäßige Zinszahlungen erhält. Trotz unterschiedlicher Ausprägungen und Mechanismen – etwa dem Kauf von Staatsanleihen oder einem P2P-Investment – bleibt das Grundprinzip gleich: Der Kreditgeber stellt Kapital zur Verfügung und erhält dafür auf Basis der vertraglichen Verpflichtung feste Erträge auf seine Anlage.

Wie funktionieren festverzinsliche Anlagen?

Jede festverzinsliche Anlage besteht aus zentralen Bestandteilen, die bestimmen, wie die Zinsen entstehen und auf welcher Grundlage die vertragliche Verpflichtung beruht. Der erste Bestandteil einer festverzinslichen Anlage ist der Nennwert bzw. das Kapital – der ursprüngliche Betrag, der dem Kreditnehmer geliehen wird. Bei Fälligkeit der Anlage soll der Kreditnehmer diesen Betrag an den Kreditgeber zurückzahlen, sofern keine Risiken wie Zahlungsunfähigkeit oder technische bzw. sonstige Probleme die ursprüngliche Vereinbarung vorübergehend stören.

Die Zinsen sind der zweite Bestandteil: eine periodische Zahlung, die der Kreditgeber als Ertrag auf das an den Kreditnehmer verliehene Kapital erhält. Im Kontext traditioneller Märkte werden Zinsen auch als Kupon bezeichnet. Auch P2P-Kredite und Private Debt umfassen Zinszahlungen, deren Zahlungsintervall jedoch je nach Projekt variieren kann. Neben den Zinsen ist die „Fälligkeit“ ein weiterer zentraler Bestandteil einer festverzinslichen Forderung. Jede solche Forderung hat eine bestimmte Laufzeit, die von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen kann, und die Fälligkeit bestimmt den Zeitpunkt, zu dem die Rückzahlung des Kapitals fällig wird.

Erwähnenswert ist auch das Konzept der „Rendite“. Die Rendite misst die Ertragsrate im Verhältnis zum investierten Kapital. Dabei wird häufig zwischen der laufenden Rendite und der Rendite bis zur Fälligkeit (Yield to Maturity, YTM) unterschieden. Die Rendite ist keine feste Größe, sondern verändert sich mit der Kursvolatilität am Markt.

Festverzinsliche Anlagen hängen zudem stark von der Bonität ab. Kreditnehmer mit solidem Leumund haben bessere Chancen, einen Kredit zu günstigeren Konditionen zu erhalten. Kreditnehmer mit schwächerem Kreditprofil müssen dies hingegen häufig durch höhere Renditen für die Forderung ausgleichen.

So funktionieren festverzinsliche Anlagen Der Investor verleiht Kapital, erhält periodische Zinsen, das Kapital wird bei Fälligkeit zurückgezahlt Investor (Kreditgeber) Kreditnehmer Staat / Unternehmen / P2P Kapital Zinsen (periodisch) Bei Fälligkeit → Kapital wird zurückgezahlt (vorbehaltlich Ausfall- & Zinsrisiko)

Wie wirken sich Zinssätze auf festverzinsliche Anlagen aus?

Zinssätze und die Kurse festverzinslicher Anlagen bewegen sich aufgrund der Preisbildung typischerweise in entgegengesetzte Richtungen. Steigt der Marktzins für bestimmte Anleihen und Schuldverschreibungen, fallen tendenziell die Kurse von Anlagen mit niedrigeren Zinsen und Renditen, da die Nachfrage nach ihnen sinkt. Fallen die Marktzinsen dagegen, steigen die Kurse bereits bestehender Instrumente mit höheren Zinssätzen, da die Nachfrage nach ihnen zunimmt.

Nehmen wir eine Unternehmensanleihe über 1.000 € mit einem jährlichen Kupon von 4% und einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Investor erhält jährlich 40 € an Kuponzahlungen und wartet zudem auf die Rückzahlung des Kapitals in Höhe von 1.000 € bei Fälligkeit. Steigen die Marktzinsen nach dem Kauf, fällt der Kurs der Anleihe, da neu ausgegebene Anleihen höhere Renditen bieten. Wird die Anleihe jedoch bis zur Fälligkeit gehalten, erhält der Investor die planmäßige Rückzahlung des investierten Kapitals sowie sämtliche vereinbarten Kuponzahlungen. Die Rendite der Anleihe wird in diesem Fall anhand der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM) oder der laufenden Rendite gemessen.

Ein weiteres Beispiel ist ein Unternehmenskredit über 1.000 € über eine P2P-Kreditplattform. Der Kredit hat eine Laufzeit von 12 Monaten bei einem jährlichen Zinssatz von 9%. Der Investor erhält in der Regel planmäßige monatliche Zinszahlungen und insgesamt 90 € an Zinsen. Die Rendite wird in diesem Fall üblicherweise als AROI, also als annualisierte Rendite auf die Investition, ausgedrückt. Im Fall eines Zahlungsausfalls des Kreditnehmers kann der Investor das Kapital ganz oder teilweise verlieren – trotz Mechanismen wie dem Maclear-Vorsorgefonds, der potenzielle Schäden abmildern kann, indem er vorübergehend Zinszahlungen unterstützt oder die verbleibenden Mittel anteilig (pro rata) verteilt.

Nur illustrative Beispiele. Die tatsächliche Rendite hängt von der Performance des Emittenten bzw. Kreditnehmers, den Zinssätzen und den Gebühren ab. Die Rendite ist nicht garantiert, und das Kapital unterliegt einem Risiko.

Illustrative Renditen Anleihe-Kupon/-Rendite vs. P2P-AROI – nur zur Illustration, nicht garantiert 4% Staatsanleihe Kupon 5% Unternehmensanleihe YTM 9% P2P-Kredit AROI 3% P2P + Ausfall netto, Teilverlust Nur zur Illustration. Die AROI bei P2P ist nicht garantiert; ein Zahlungsausfall des Kreditnehmers kann die Rendite mindern oder vollständig aufzehren.

Arten festverzinslicher Anlagen

Staatsanleihen sind nicht die einzige Anlageform im Bereich festverzinslicher Anlagen. Es gibt weitere Anlageklassen mit unterschiedlichen Liquiditätsprofilen, Laufzeiten und potenziellen Zinssätzen.

Staatsanleihen werden von staatlichen Institutionen (Staatskassen) ausgegeben, um öffentliche Ausgaben zu finanzieren. Diese Anlageform bietet in der Regel die höchste Liquidität, da die Anleihen aktiv am Markt gehandelt werden und in großen Volumina vorliegen können.

Private Unternehmen mit Finanzierungsbedarf können Unternehmensanleihen ausgeben, bei denen Investoren ihr Kapital in der Regel über einen bestimmten Zeitraum und zu einem festen Zinssatz zurückerhalten. Investoren, die Unternehmensanleihen erwerben möchten, sollten die Risiken bewerten, die mit der finanziellen Verpflichtung des ausgebenden Unternehmens verbunden sind.

Eine weitere, eng mit staatlichen Stellen verbundene Anlageform sind Kommunalanleihen, die sich hinsichtlich Liquidität, steuerlicher Behandlung und Rechtsprechung der Forderung unterscheiden. Kommunalanleihen werden in der Regel von einer lokalen oder regionalen Gebietskörperschaft ausgegeben und können aus dem öffentlichen Sektor stammen.

Einlagenzertifikate und Geldmarktinstrumente werden von Finanzinstituten angeboten. Sie haben in der Regel eine kurze Laufzeit und feste Zinssätze, wobei Stabilität und hohe Liquidität im Vordergrund stehen – mitunter auf Kosten einer höheren Rendite und langfristigen Anlagepotenzials.

Crowdlending und P2P-Kredite bezeichnen Anlageformen, bei denen ein privater Investor über Online-Plattformen Kapital an andere Privatpersonen oder Unternehmen bereitstellt. Auch wenn Online-Plattformen und Finanzintermediäre die Abwicklung der Transaktion prägen, funktioniert dieses Instrument nach einem ähnlichen Prinzip: Investoren erhalten ihr Geld auf Grundlage der ursprünglichen Vereinbarung zurück und bekommen in der Regel zu festen Zeitpunkten feste Zinsen sowie bei Fälligkeit der Forderung das Kapital zurückgezahlt.

Was sind die wichtigsten Arten festverzinslicher Anlagen?

Wie oben beschrieben, zählen zu den wichtigsten Arten festverzinslicher Anlagen Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Kommunalanleihen, Geldmarktinstrumente, Einlagenzertifikate und P2P-Kredite. Die Instrumente unterscheiden sich in ihrer wahrgenommenen Liquidität, ihrem Risikoprofil und ihrer Laufzeit. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Instrumente.

Instrument Emittent So verdienen Sie Typische Liquidität Hauptrisiko Rendite gemessen als
Staatsanleihen Staat/Staatskasse Kuponzahlungen Hoch Zins- und Inflationsrisiko Rendite/YTM
Unternehmensanleihen Unternehmen Kuponzahlungen Mittel/hoch Kredit- und Zinsrisiko Rendite/YTM
Kommunalanleihen Kommunen/Regionen Kuponzahlungen Mittel Liquiditäts- und Kreditrisiko Rendite
Geldmarktinstrumente & Einlagenzertifikate Banken und kurzfristige Emissionen Zinszahlungen Hoch/gebunden Inflations- und Wiederanlagerisiko Zinssatz
P2P-Kredite (Crowdlending) Unternehmen oder Privatpersonen über Online-Plattformen (wie Maclear) Zinszahlungen Über den Sekundärmarkt Ein Zahlungsausfall des Kreditnehmers wird durch Sicherheiten und Mechanismen wie den Vorsorgefonds abgefedert, jedoch nicht ausgeschlossen AROI, jedoch nicht garantiert

Wo P2P-Lending im Bereich festverzinslicher Anlagen einzuordnen ist

P2P-Lending weist Merkmale auf, die es strukturell als eine Form festverzinslicher Anlagen einordnen lassen: Kapitalbetrag, Zinssatz, ein fester Zahlungsplan sowie Rückzahlungs- und Fälligkeitsbedingungen. In der Regel hat ein P2P-Investment einen festen Zinssatz, monatliche Zinszahlungen, ein Fälligkeitsdatum, das entweder in Jahren oder Monaten festgelegt ist, sowie einen fixen Termin für die Rückzahlung des investierten Kapitals.

Andererseits weist P2P-Lending Aspekte auf, die es von traditionellen Anlagen unterscheiden – etwa den Umstand, dass es sich um Private Debt und nicht um handelbare Wertpapiere handelt. Die Liquidität bei P2P-Investments ist häufig geringer, und Investoren tragen ein direktes Risiko in Bezug auf die finanzielle Lage des Kreditnehmers. Plattformen für P2P-Investments bieten häufig eine Bonitätsprüfung an und stufen Projekte auf einer Skala von AAA bis D ein.

Ist P2P-Lending eine festverzinsliche Anlage?

P2P-Lending gilt im Allgemeinen als festverzinsliche Anlage, da Investoren ihre Zinsen in der Regel zu festen Konditionen erhalten und das Kapital bei Fälligkeit der Forderung zurückgezahlt wird. Dennoch sollte beachtet werden, dass P2P-Lending als Private Debt und nicht als traditionelle Anlage einzustufen ist.

Risiken festverzinslicher Anlagen

Festverzinsliche Anlagen gelten in der Regel als stabiler als Aktien, da Zahlungszeitpunkte und Konditionen vorab vertraglich vereinbart und damit vorhersehbar sind. Diese Stabilität und Vorhersehbarkeit sollte jedoch nicht mit einer Zinsgarantie oder einer risikofreien Anlage verwechselt werden. Der Ertrag festverzinslicher P2P-Anlagen wird als AROI ausgewiesen, die keine Rendite garantiert, sondern lediglich den erwarteten Ertrag berechnet. Festverzinsliche Anlagen können eine legitime Einkommensquelle darstellen, gelten jedoch nicht als 100% sicher. Zu den Risiken festverzinslicher Anlagen zählen unter anderem:

  • Zinsrisiko. Steigende Marktzinsen können den Kurs festverzinslicher Instrumente senken. Das von Einsteigern am häufigsten unterschätzte Risiko und der zentrale Belastungsfaktor ist die Duration.
  • Kreditrisiko ist eine weitere grundlegende Überlegung. Der Kreditnehmer oder Projektträger kann zahlungsunfähig werden. Bei festverzinslichen P2P-Anlagen trägt der Investor dieses Risiko. Abgemildert wird es durch ein Risiko-Rating von AAA bis D, Sorgfaltsprüfungen (Due Diligence) und Mechanismen wie den Maclear-Vorsorgefonds, die jedoch keiner Rückkaufgarantie gleichkommen.
  • Inflationsrisiko ist ein weiteres Risiko. Feste Zinszahlungen können durch die Inflation an Wert verlieren, und der Investor kann real Geld verlieren, wenn die Inflation höher ist als die gezahlten Zinsen.
  • Liquiditätsrisiko variiert ebenfalls stark zwischen festverzinslichen Instrumenten. Nicht jede festverzinsliche Forderung lässt sich vor Fälligkeit verkaufen. Bei P2P-Investments dient der Sekundärmarkt zur Abmilderung dieses Risikos: Dort kann der Investor versuchen, die Forderung gegen eine Gebühr an die Plattform oder mit einem Abschlag zu verkaufen. Der Verkauf ist jedoch nicht garantiert.
  • Reinvestitionsrisiko betrifft Investoren, die versuchen, erhaltene Mittel zu reinvestieren, um Kupons zu erwerben, oder sich mit einem niedrigeren Zinssatz abfinden müssen. Auf diese Weise kann der Investor einen Teil des Kapitalertrags einbüßen.
  • Währungs- und Rechtsrisiken ergeben sich aus Wechselkursschwankungen zwischen Märkten und unterschiedlichen Rechtsrahmen, die festverzinsliche Anlagen regulieren. Dazu zählen etwa Unterschiede bei der lokalen Umsetzung der ECSP-Verordnung in der EU oder des SRO-regulierten Rahmens in der Schweiz. Manche Rechtsordnungen schränken den Zugang zu festverzinslichen Anlagen für Investoren außerhalb Europas ein.

Sind festverzinsliche Anlagen sicher?

Auch wenn festverzinsliche Anlagen weniger volatil und stabiler sein können, bedeutet das nicht, dass Investoren vollständig risikofrei sind. Investoren sind unter anderem mit Liquiditätsengpässen, technischen Problemen der Plattform, Zinsschwankungen, Inflationsdruck, veränderten makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie dem Risiko eines Zahlungsausfalls des Kreditnehmers konfrontiert.

Festverzinsliche Anlagen vs. Aktien – und wie sie zusammenwirken

Sowohl festverzinsliche Anlagen als auch Aktien können für Investoren eine legitime Einkommensquelle darstellen. Festverzinsliche Anlagen beruhen auf festen, planmäßig an den Investor gezahlten Zinsen, während Aktien darauf abzielen, Kursgewinne zu erzielen und langfristig Kapital aufzubauen. Da sich Risikomanagement und Kapitalgewinne bei beiden Anlageformen unterscheiden, können sich festverzinsliche Anlagen und Aktien im Portfolio sinnvoll ergänzen.

Langfristige Kapitalgewinne sind das Hauptziel von Aktieninvestments. Investoren, die auf Aktien setzen, orientieren sich an der Entwicklung des Unternehmens, einer steigenden Marktbewertung und der daraus resultierenden Wertsteigerung der Beteiligung. Festverzinsliche Anlagen hingegen zielen darauf ab, über den vereinbarten Zeitraum – teils bis zur Fälligkeit der Forderung – einen stabilen Zahlungsstrom aufrechtzuerhalten und dabei Zinsrisiken sowie mögliche Schäden am eingesetzten Kapital zu begrenzen. Investoren, die sich für festverzinsliche Anlagen entscheiden, akzeptieren daher tendenziell eine niedrigere Rendite – im Tausch gegen mehr Stabilität und geringere Volatilität. Für viele Investoren geht es beim Verhältnis zwischen festverzinslichen Anlagen und Aktien weniger darum, sich für eine der beiden Anlageformen zu entscheiden, sondern das Portfolio mit beiden Anlageklassen auszubalancieren, um potenzielle Kredit-, Inflations-, Rechts-, Liquiditäts- und sonstige Risiken zu streuen. Eine durchdachte Anlage in mehreren Vermögenswerten, die festverzinsliche Instrumente und Aktien kombiniert, kann daher zu einem diversifizierten Portfolio beitragen, das entweder zur Stabilisierung des Kapitals oder zur Erzielung langfristiger Gewinne beiträgt.

FAQ

Was sind festverzinsliche Anlagen?

Festverzinsliche Anlagen bedeuten, einem Staat, einem Unternehmen oder einem Kreditnehmer Geld zu leihen und dafür regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung Ihres Kapitals bei Fälligkeit zu erhalten. Festverzinsliche Anlagen zeichnen sich durch einen gleichbleibenden Zahlungsstrom über einen festgelegten Zeitraum sowie durch die vertragliche Verpflichtung aus, die bereits vor Übergabe des Kapitals die festen Bedingungen der Vereinbarung festlegt.

Was sind die wichtigsten Arten festverzinslicher Anlagen?

Zu den gängigen festverzinslichen Anlagen zählen Staats- und Unternehmensanleihen, Geldmarktinstrumente, Kommunalanleihen und P2P-Kredite. Die Renditen festverzinslicher Anlagen sind vorhersehbarer als bei Aktien, jedoch nicht garantiert, und das Kapital bleibt dem Risiko von Zahlungsausfällen und steigenden Zinsen ausgesetzt. Daher kann die Rendite festverzinslicher Anlagen niedriger ausfallen als bei Aktien – im Tausch gegen mehr Stabilität und potenziell geringere Volatilität.

Ist P2P-Lending eine festverzinsliche Anlage?

Ja, P2P-Lending gilt im Allgemeinen als festverzinsliche Anlage. Es weist die typischen Merkmale anderer festverzinslicher Anlageformen auf, etwa das Vorhandensein eines Kapitalbetrags, feste Zinsen mit festgelegtem Zahlungsintervall und eine Fälligkeitsphase. Da P2P-Lending jedoch häufig einen Vertrag darstellt, der über die Plattform zwischen dem Investor und einer Privatperson oder einem Unternehmen geschlossen wird, lässt es sich auch als private Kreditvergabe (Private Debt) einordnen.

Was ist der Unterschied zwischen festverzinslichen Anlagen und Anleihen?

Festverzinsliche Anlagen bilden eine breite Anlageklasse, zu der Staats- und Unternehmensanleihen, Kommunalanleihen und P2P-Kredite gehören. Eine Anleihe ist eine der Formen festverzinslicher Anlageinstrumente. Der Begriff „festverzinsliche Anlage“ fungiert somit als Oberbegriff für viele Arten von Anleihen mit festen Zinszahlungen, Laufzeit und Fälligkeit.

Sind festverzinsliche Anlagen sicher?

Obwohl festverzinsliche Anlagen allgemein als stabiler und weniger volatil gelten als Aktienanlagen, sind sie nicht risikofrei. Bei P2P-Investments etwa sind die Renditen nicht garantiert, da ein Kreditnehmer zahlungsunfähig werden kann oder Zahlungen aufgrund technischer Probleme auf der Plattform vorübergehend unterbrochen werden können – was zu Liquiditätsverlusten oder einer Störung des Zinszahlungsplans führen kann.

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