P2P-Kreditrisiken: Ein umfassendes Rahmenwerk für Anleger
01.06.2026
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Aktualisiert:
30.07.2026
Zu den Risiken von P2P-Lending zählen potenzielle Kredit- und Kreditnehmerausfallrisiken sowie Plattform- und Gegenparteirisiken, die die operative Stabilität und den Cashflow beeinträchtigen können, ebenso wie Liquiditätsrisiken durch Verzögerungen beim Verkauf von Forderungen oder einen vorzeitigen Ausstieg aus der Anlage. Darüber hinaus bringen regulatorische und rechtliche Änderungen entsprechende Rahmenrisiken mit sich. Auch Konzentrations- und makroökonomische Risiken, die sich auf die Leistungsfähigkeit der Kreditnehmer auswirken, gehören zu dieser Liste.
Die Frage, ob Peer-to-Peer-Lending sicher ist, hängt von einem sorgfältigen Risikomanagement und einer individuellen Abwägung ab. Diese Anlageform kann höhere Renditen bieten, sofern alle Risikokategorien erkannt und abgemildert werden. Dieser Abschnitt beleuchtet die wichtigsten Risikokategorien, die vor der Entscheidung für ein P2P-Investment berücksichtigt werden sollten – das Verhalten der Kreditnehmer, die Plattforminfrastruktur, die Liquidität von Markt und Vermögenswerten, das regulatorische Umfeld und die makroökonomischen Rahmenbedingungen.
P2P-Lending kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Kapitals führen. Die wichtigsten Risikokategorien:
P2P-Lending-Risikokategorien und Maclears Instrumente zur Risikominderung — Zusammenfassung.
Risiko
Wie es sich äußert
Maßnahmen von Maclear zur Risikominderung (keine Garantie)
Bonität / Ausfall
Kreditnehmer stellt Zahlungen aufgrund finanzieller Notlage oder Zahlungsunwilligkeit ein
Internes Rating von AAA bis D, Sicherheiten, Beleihungsquoten (LTV), Eskalationsstufen nach 3/30/60 Tagen
Plattform / Gegenpartei
Betriebliches, technisches oder cybersicherheitsbezogenes Versagen
Trennung der Vermögenswerte, Sorgfaltsprüfung, Einhaltung der PolyReg-SRO-Vorschriften
Liquidität
Kein Käufer für eine Forderung vor Fälligkeit; Abschläge bei vorzeitigem Ausstieg
Secondary Market mit 30-tägiger Sperrfrist nach Kauf; Verkauf nicht garantiert
Regulatorisch / rechtlich
Änderungen der Kredit-, Steuer- oder Compliance-Vorschriften
Tätig im Rahmen der PolyReg SRO (AML, KYC, DSGVO)
Konzentration
Kapital auf wenige Kreditnehmer oder einen Sektor konzentriert
AutoInvest zur Diversifizierung über Forderungen und Sektoren hinweg
Makroökonomisch
Rezession, Inflation oder Zinsänderungen erhöhen den Druck auf Kreditnehmer
Diversifikation verringert das systemische Risiko, beseitigt es aber nicht
Bonitäts- und Kreditnehmerausfallrisiko
AAAAAABBBBBBCCCD
AAA — niedrigstes KreditrisikoD — Ausfall
Maclear vergibt für jeden Kredit ein internes Rating von AAA bis D anhand finanzieller, qualitativer und liquiditätsbezogener Deckungskriterien, das vierteljährlich überprüft wird. Die dargestellte Reihenfolge ist beispielhaft.
Das Ausfallrisiko ist eines der zentralen Anliegen beim P2P-Lending, denn wenn ein Kreditnehmer das Geld nicht zurückzahlt, kann ein Anleger sowohl das eingesetzte Kapital als auch die potenziellen Renditen verlieren. Kreditrisiko kann in zwei Formen auftreten: Der Kreditnehmer kann aufgrund finanzieller Schwierigkeiten tatsächlich zahlungsunfähig werden, oder er verweigert vorsätzlich die Erfüllung der Vereinbarung und zahlt nicht. Das Kreditrisiko wird real, wenn ein Kreditnehmer auf eine der beiden beschriebenen Arten seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt. Die Schwere des entstandenen Verlusts hängt von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, den Beitreibungskosten und den aktuellen Marktbedingungen ab.
Traditionelle Finanzinstitute wie Banken mindern dieses Risiko, indem sie Sicherheiten verlangen und ein komplexes System zur Bonitätsbeurteilung einsetzen. P2P-Investmentplattformen hingegen arbeiten häufig mit einem eingeschränkteren Bewertungssystem. Die Plattformen bieten oft unbesicherte Kredite an, was potenzielle Verluste erhöhen kann, wenn die Anlage falsch bewertet wird.
Stattdessen setzen die Plattformen andere Instrumente zum Schutz ihrer Kunden ein, etwa die Zuweisung von Risikoklassen zu Krediten und die Anpassung der Zinssätze an die Ausfallwahrscheinlichkeit. Maclear wendet Sorgfaltsprüfungsverfahren an und vergibt für jeden Kredit ein internes Rating auf einer Skala von AAA bis D, wobei AAA das niedrigste Kreditrisiko und D einen Ausfall bezeichnet. Die Risikobewertung berücksichtigt mehrere Faktoren, darunter die Rückzahlungsfähigkeit des Kredits, die Merkmale des Projekts und die Verfügbarkeit von Sicherheiten.
Maclear nutzt außerdem Beleihungsquoten (LTV) und Sicherheiten als zusätzliche Instrumente zur Reduzierung des Kreditrisikos. Eine niedrigere Beleihungsquote sorgt für einen größeren Sicherheitspuffer im Verhältnis zum Kreditwert. Sicherheiten bieten eine zusätzliche Schutzebene. Allerdings unterliegen Sicherheitenwerte Schwankungen, und eine Rückgewinnung ist nicht garantiert.
Um zu veranschaulichen, wie sich das Bonitäts- und Kreditnehmerausfallrisiko konkret auswirkt, betrachten wir ein vereinfachtes Beispiel einer Anlage von 1.000 €, die auf mehrere P2P-Forderungen verteilt wird.
Ein Kreditnehmer kann den Kredit nicht zurückzahlen und gerät in Ausfall, was den Eskalationsprozess der Plattform auslöst. Nach 3 Tagen leitet Maclear erste Inkassomaßnahmen ein und zahlt dem Anleger weiterhin Zinsen über den Provision Fund. Nach 30 Tagen leitet Maclear ein sanftes Inkassoverfahren ein und setzt die Zinszahlungen über den Provision Fund fort. Nach 60 Tagen, der letzten Schwelle, beginnen rechtliche Beitreibungsverfahren einschließlich der Verwertung von Sicherheiten.
In diesem Beispiel sind die Sicherheiten nur teilweise gedeckt. Der Anleger erhält nur einen Teil des ausstehenden Kapitalbetrags zurück. Kann der ausstehende Betrag nicht vollständig eingezogen werden und deckt der Provision Fund die Lücke nicht vollständig ab, wird der eingezogene Restbetrag anteilig (pro rata) unter den betroffenen Anlegern verteilt. Erwartete Rendite-Kennzahlen, einschließlich AROI, lassen sich zwar im Voraus (ex ante) berechnen, stellen jedoch lediglich erwartete Renditen auf Basis einer prognostizierten Entwicklung dar und kein garantiertes Ergebnis.
Nur ein veranschaulichendes Beispiel. Die tatsächliche Rückgewinnung hängt von der Leistung des Kreditnehmers, der Verwertung der Sicherheiten und der Kapazität des Provision Fund ab und kann wesentlich abweichen. Renditen sind nicht garantiert, und das Kapital ist Risiken ausgesetzt.
Was passiert, wenn ein Kreditnehmer bei einem P2P-Kredit ausfällt? Der Eskalationszeitplan bei Ausfall
Strukturierte Eskalation, keine Garantie für eine vollständige Rückzahlung. Nach der Verwertung der Sicherheiten wird ein etwaiger Fehlbetrag anteilig unter den betroffenen Anlegern verteilt; verbleibende Mittel können verloren sein.
Maclear folgt einem strukturierten Eskalationsprozess, falls es zu einem Zahlungsverzug kommt. Dieser besteht aus drei Stufen — den Schwellenwerten bei 3, 30 und 60 Tagen Verzug.
Nach 3 Tagen Verzug können Anleger weiterhin eine Rendite auf ihre Anlage über den Provision Fund erhalten, deren Höhe von der verfügbaren Kapazität des Fonds abhängt, während gleichzeitig erste Beitreibungsmaßnahmen eingeleitet werden. Nach 30 Tagen Verzug geht der Fall in ein sanftes Inkassoverfahren über, während die Zahlungen aus dem Provision Fund fortgesetzt werden. Nach 60 Tagen können Verfahren zur Verwertung von Sicherheiten und rechtliche Schritte eingeleitet werden. Maclear fungiert in dieser Phase als Collateral and Collection Agent und setzt die verfügbaren Beitreibungsmaßnahmen im Rahmen der Vereinbarungen durch. Ergibt sich nach der Verwertung der Sicherheiten ein Fehlbetrag, wird der eingezogene Betrag anteilig (pro rata) unter den betroffenen Anlegern verteilt; die verbleibenden Mittel können verloren sein. Dieser Mechanismus ist ein strukturierter Prozess zur Risikominderung und keine Garantie für eine vollständige Rückzahlung.
Wer trägt das Risiko, wenn ein Kreditnehmer ausfällt?
Die Anleger selbst tragen die Kreditrisiken im Zusammenhang mit der Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer, da die Rückzahlung der investierten Mittel im Falle eines Risikoeintritts nicht garantiert ist.
Plattformen wie Maclear versuchen, das potenzielle Risiko durch Mechanismen wie den Provision Fund (keine Rückkaufgarantie), ein internes Bonitäts-Scoring sowie Beleihungsquoten (LTV) und Sicherheiten zu mindern. Keines dieser Instrumente schließt jedoch die Möglichkeit eines Verlusts der investierten Mittel vollständig aus.
Plattform- und Gegenparteirisiko
Auch plattformbezogene Risiken sind zu beachten. Plattformen können mit Risiken konfrontiert sein, die sich aus betrieblichen, technischen oder systemischen Problemen wie Datenlecks oder Datenausfällen, Hacking und anderen Cybersicherheitsbedrohungen ergeben. Das Risiko tritt ein, wenn eines dieser Probleme auftritt; in diesem Fall kann der Anleger vorübergehend den Zugang zu Informationen über ein bestimmtes Projekt verlieren, es können Daten gestohlen werden, oder Zahlungen können ausbleiben.
Zur Minderung plattformbezogener Risiken gehört die Wahl einer Plattform mit robusten Sicherheitsmaßnahmen, einer klaren und transparenten DSGVO-Richtlinie sowie einem vertrauenswürdigen und stabilen Transaktionssystem. Aus diesem Grund setzt Maclear auf einen Rahmen, der transparente Sorgfaltsprüfungsverfahren, die Trennung von Vermögenswerten und eine sorgfältige Dokumentation der Verträge zwischen Anlegern, Kreditnehmern und der Plattform als Finanzintermediär umfasst. Die Mitgliedschaft bei der PolyReg SRO verpflichtet Maclear zur Einhaltung der Schweizer Regulierungsstandards und zu einem transparenten Handlungsrahmen.
Liquiditätsrisiko
Eine weitere Risikokategorie ist das Liquiditätsrisiko. Dazu zählen mögliche Schwierigkeiten beim Zugriff auf das investierte Kapital oder dessen Umwandlung in Bargeld, Strafgebühren bei vorzeitigem Ausstieg, erzwungene Abschläge und in bestimmten Fällen Sperrfristen nach dem Kauf. Anders als Aktien haben P2P-Kredite feste Laufzeiten, die einen vorzeitigen Ausstieg erschweren. P2P-Anlagen sind grundsätzlich bis zur Fälligkeit illiquide.
Das Liquiditätsrisiko tritt ein, wenn der Anleger keinen Käufer findet, der die Forderung vor Fälligkeit des Kredits erwirbt, sodass der Anleger das Kapital vorher nicht abziehen kann. Die Anlage kann auf diese Weise unrealisiert bleiben und zusätzliche Abschläge erfordern, um kaufbereite Käufer anzuziehen. Verkauft der Anleger folglich mit einem Abschlag, erleidet er eine mögliche Verringerung der realisierten Rendite. Maclear bietet Anlegern Zugang zum Secondary Market, auf dem sie Forderungen anderen Anlegern anbieten können. Der Käuferschutz umfasst eine 30-tägige Sperrfrist nach dem Kauf. Der Secondary Market verbessert die Möglichkeit eines vorzeitigen Verkaufs, garantiert jedoch nicht, dass eine gelistete Forderung tatsächlich verkauft wird.
Kann man beim P2P-Lending Geld verlieren?
Ja, Sie können Ihre investierten Mittel beim P2P-Lending verlieren, da eine P2P-Anlage bis zur Fälligkeit des Kredits grundsätzlich illiquide bleibt.
Das bedeutet, dass der Anleger vorab keine Liquidität erhalten kann; erfolgt ein vorzeitiger Ausstieg durch den Verkauf der Forderung, kann dies mit Kosten und Abschlägen verbunden sein. Der Secondary Market von Maclear versucht, die Risiken eines vorzeitigen Ausstiegs zu mindern, indem er die Möglichkeit bietet, frühzeitig an andere Anleger zu verkaufen, garantiert jedoch nicht die vollständige Rückzahlung der Mittel.
Regulatorisches und rechtliches Risiko
Eine weitere Kategorie umfasst regulatorische und rechtliche Risiken, die sich aus Änderungen der Kreditvergabegesetze, der Compliance-Anforderungen und der Regulierungsaufsicht ergeben.
All diese Aspekte können sich sowohl auf die Nutzer der P2P-Plattformen (Kreditnehmer wie Anleger) als auch unmittelbar auf die Plattformen selbst auswirken.
Das Risiko kann sich durch die Einführung neuer Compliance-Anforderungen, Änderungen beim Anlegerschutz, Änderungen der Vorschriften für grenzüberschreitende Investitionen oder Streitigkeiten über die Forderungsabtretung realisieren. Eine weitere Ursache ist die sich wandelnde Steuerlandschaft — ändert ein Schweizer Kanton seine Sätze oder die Berechnungsmethode, kann dies zusätzliche Zahlungen oder Nachweispflichten für den Anleger nach sich ziehen. So unterscheidet sich beispielsweise die EU-weite ECSP-Verordnung zur Forderungsabtretung und die Zuständigkeit einer NCA für die Durchsetzung in den EU-Mitgliedstaaten vom Schweizer SRO-Rahmen, der indirekt von der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA überwacht wird.
Maclear mindert diese Risiken, indem es innerhalb des SRO-Modells als angeschlossenes Mitglied der PolyReg SRO tätig ist. Die Aufsicht der Organisation über Maclear unterstützt die Einhaltung der geltenden regulatorischen Anforderungen, einschließlich der betrieblichen Standards für KYC, AML und DSGVO. Insgesamt ermöglicht die SRO-Mitgliedschaft Maclear, einen transparenten und aktuellen regulatorischen Rahmen in der Schweiz aufrechtzuerhalten und so die regulatorischen und rechtlichen Risiken zu verringern.
Konzentrations- und makroökonomisches Risiko
Konzentrations- und makroökonomische Risiken beziehen sich auf eine unzureichende Diversifizierung der Vermögenswerte sowie auf die Abhängigkeit von umfassenderen wirtschaftlichen Bedingungen, die die Anlageperformance beeinflussen. Diversifikation senkt unsystematische Risiken, beseitigt jedoch nicht das systemische oder makroökonomische Risiko. Das Risiko entsteht, wenn der Anleger die Mittel auf eine geringe Anzahl von Kreditnehmern und Sektoren verteilt und dadurch die Sensitivität des Anlageportfolios gegenüber makroökonomischen Zyklen wie Rezession, Inflationsdruck oder Zinsänderungen erhöht.
Konzentrations- und makroökonomische Risiken realisieren sich, wenn korrelierte Ausfälle auftreten, während externer makroökonomischer Druck die Belastung der Kreditnehmer erhöht. Auf diese Weise können Vermögenswerte, die zuvor eine höhere Liquidität aufwiesen, hinsichtlich der Rendite erheblich an Wert verlieren. Konzentrationsrisiko entsteht, wenn zu viel Kapital auf ein ähnliches Risikoprofil und eine begrenzte Anzahl von Kreditnehmern konzentriert ist, was bei einem einzelnen negativen Ereignis zu einer möglichen Verschlechterung des Portfolios führen kann. Das makroökonomische Risiko hingegen betrifft das gesamte Kreditumfeld und kann durch die Diversifizierung der Kreditnehmer allein nicht gemindert werden.
Maclear stellt Instrumente zur Reduzierung von Konzentrations- und makroökonomischen Risiken bereit, darunter AutoInvest. AutoInvest ermöglicht es Anlegern, ihr Kapital auf eine breitere Auswahl an Projekten und Sektoren zu verteilen. Diversifikation verringert die Abhängigkeit von einem einzelnen Kreditnehmerausfall aufgrund wirtschaftlicher Turbulenzen oder systemischer Schwierigkeiten auf makroökonomischer Ebene, beseitigt jedoch nicht die marktweiten Stressbedingungen insgesamt.
Wie man P2P-Lending-Risiken bewertet und reduziert
Die Bewertung und Reduzierung von P2P-Lending-Risiken erfordert die Analyse verschiedener Aspekte, die zu einem höheren Risikoprofil beitragen, darunter die Bonitätsbewertung eines Kreditnehmers, das Verständnis der Funktionsweise der Plattform, der rechtliche Rahmen von P2P in einer bestimmten Jurisdiktion, die Mechanismen zur Minderung von Liquiditätsverlusten und die allgemeinen Marktbedingungen. Im Folgenden finden Sie eine Checkliste, die Ihnen bei der Bewertung der P2P-Risiken vor einer Anlageentscheidung helfen kann.
1) Prüfung des Kredit- und Ausfallrisikopotenzials. Es lohnt sich, die Methode der Plattform zur Bewertung von Kreditnehmern sowie – falls verfügbar – die Daten zu den Ausfallraten zu betrachten. Zudem sollte geprüft werden, wie mit Verlusten aus einem Kreditnehmerausfall umgegangen wird. Maclear mindert dieses Risiko, indem Kreditnehmer intern auf einer Bonitätsskala von AAA bis D bewertet werden, Sicherheiten mit einem strukturierten Eskalationsverfahren bei Ausfall (Schwellenwerte bei 3, 30 und 60 Tagen) hinterlegt werden und der Provision Fund zur Unterstützung bei Verzögerungen bereitsteht.
2) Überprüfung der Plattform- und Betriebssicherheit. Ein guter Ausgangspunkt ist die Beurteilung, ob die Gelder eines Anlegers rechtlich von der Bilanz der Plattform getrennt sind. Auch das Verständnis der regulatorischen Aufsicht über die Plattform hilft, das Risiko einer P2P-Anlage zu verringern. Maclear versucht, dieses Risiko zu verringern, indem es angeschlossenes Mitglied der PolyReg SRO ist und seine Rolle als Intermediär (Plattformbetreiber) im Streitfall von der Rolle als Collateral and Collection Agent trennt.
3) Prüfung der Liquiditätsbedingungen. Sofern nicht ausdrücklich anders dargestellt, ist es sicherer anzunehmen, dass ein vorzeitiger Ausstieg nicht möglich ist. Zweitmärkte können als optionale Liquiditätsinstrumente dienen, sind jedoch keine Ausstiegsgarantie. Maclear versucht, das Liquiditätsrisiko durch eine 30-tägige Sperrfrist nach dem Kauf und transparente Weiterverkaufsbedingungen zu mindern. Der Secondary Market von Maclear bietet variable Preisgestaltung mit möglichen Abschlägen, garantiert jedoch keinen Käufer.
4) Verständnis der rechtlichen und regulatorischen Struktur. Dies verringert das Risiko, indem der Anleger versteht, welche Rechtsstruktur den bestehenden Forderungen zugrunde liegt und welche Jurisdiktion die regulatorischen und rechtlichen Anforderungen durchsetzt. Maclear agiert im Rahmen der strukturierten Claim Assignment Agreement und der Schweizer AML-, KYC- und DSGVO-Richtlinien, die von der PolyReg SRO unter der indirekten Aufsicht der nationalen Finanzmarktaufsicht FINMA überwacht werden.
5) Bewertung möglicher Diversifizierung und makroökonomischer Abhängigkeit. Anleger sollten prüfen, ob sich Investitionen auf Kreditnehmer, Sektoren und Regionen verteilen lassen, um die Konzentration der Mittel auf Projekte derselben Risikokategorie zu verringern. Maclear mindert dieses Risiko durch das Tool AutoInvest, das Anlegern hilft, über mehrere Forderungen hinweg zu diversifizieren, die Logik der Portfolioverteilung zu prüfen und Mittel auf Basis einer vorherigen Risikobewertung zuzuweisen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
P2P-Lending kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Kapitals führen; die Hauptrisiken sind Kreditnehmerausfall, Plattform- und Gegenparteirisiko, Liquiditätsrisiko, regulatorisches und rechtliches Risiko sowie Konzentrations- und makroökonomisches Risiko.
Der Anleger trägt das Kreditnehmerausfallrisiko; Maclear vergibt ein internes Rating von AAA bis D und nutzt Sicherheiten sowie Beleihungsquoten (Loan-to-Value, LTV), doch eine Rückgewinnung ist nicht garantiert.
Bei einem Ausfall folgt Maclear einer Eskalation nach 3/30/60 Tagen; nach der Verwertung der Sicherheiten wird ein etwaiger Fehlbetrag anteilig unter den betroffenen Anlegern verteilt, und verbleibende Mittel können verloren sein.
Der Provision Fund kann Zinszahlungen während Verzögerungen unterstützen, ist jedoch keine Rückkaufgarantie und garantiert nicht die Rückzahlung des Kapitals.
P2P-Kredite sind vor Fälligkeit illiquide; der Secondary Market verbessert die Chance auf einen vorzeitigen Ausstieg, garantiert jedoch keinen Verkauf, und ein vorzeitiger Verkauf kann einen Abschlag erfordern.
Diversifikation durch Instrumente wie AutoInvest verringert das Konzentrationsrisiko, beseitigt jedoch nicht das marktweite systemische Risiko.
FAQ
1) Was sind die Risiken von P2P-Lending?
Zu den Risiken von P2P-Lending zählen das Kreditnehmerausfallrisiko, das Plattformrisiko sowie Liquiditäts-, regulatorische, rechtliche, Konzentrations- und makroökonomische Risiken. Jedes dieser Risiken weist ein eigenes Profil auf, das sorgfältig geprüft werden sollte, bevor ein Anleger eine P2P-Anlageentscheidung trifft.
2) Ist Peer-to-Peer-Lending sicher?
Peer-to-Peer-Lending ist nicht risikofrei und nicht vollständig sicher. Es besteht stets die Möglichkeit, dass ein Anleger die investierten Mittel teilweise oder vollständig verliert. Die Bewertung der finanziellen Situation des Kreditnehmers, der aktuellen Marktbedingungen, der Plattforminfrastruktur, des rechtlichen und regulatorischen Rahmens sowie der Liquiditätsmöglichkeiten trägt dazu bei, die mit einer P2P-Anlage verbundenen Risiken zu verringern.
3) Wie reduziert Maclear die Risiken beim P2P-Lending?
Maclear vergibt an den Kreditnehmer ein internes Rating von AAA bis D. Die Plattform nutzt zudem Sicherheiten und Beleihungsquoten (LTV) sowie Sorgfaltsprüfungen, um plattformbezogene Risiken zu reduzieren, und versucht, Liquiditätsrisiken durch den Provision Fund, den Secondary Market, die Trennung der Gelder und eine stufenweise Eskalation mit Schwellenwerten bei 3, 30 und 60 Tagen zu mindern.
4) Ist der Provision Fund dasselbe wie eine Rückkaufgarantie?
Nein, der Provision Fund ist nicht dasselbe wie eine Rückkaufgarantie. Der Provision Fund ermöglicht es dem Anleger, im Falle eines möglichen Kreditnehmerausfalls weiterhin Rendite zu erhalten, garantiert jedoch nicht die Rückzahlung der Mittel.
5) Warum kann ich meine P2P-Anlage nicht immer vorzeitig verkaufen?
Der vorzeitige Verkauf einer P2P-Anlage kann daran scheitern, dass kein Käufer gefunden wird, was zu Zinsverlusten oder Abschlägen führen kann, die einen teilweisen Verlust der Mittel des Anlegers nach sich ziehen. Obwohl der Secondary Market von Maclear dazu dient, dieses Risiko zu mindern, garantiert er nicht, dass ein vorzeitiger Ausstieg möglich ist und der Anleger seine Zinsen behalten kann.
6) Wie wählt man eine risikoärmere P2P-Plattform aus?
Um eine risikoärmere P2P-Plattform auszuwählen, sollte geprüft werden, ob die Plattform ein internes Bonitäts-Scoring für Kreditnehmer einsetzt, über Mechanismen zur Sicherstellung eines stabilen Plattformbetriebs verfügt und bestimmte Mechanismen zur Minderung von liquiditäts- und regulierungsbezogenen Risiken bereithält. Darüber hinaus ist die Bewertung der allgemeinen makroökonomischen Bedingungen wichtig. Maclear verwendet ein internes Rating von AAA bis D für Kreditnehmer, agiert im Rahmen des SRO-regulierten Rahmenwerks, verfügt über den Secondary Market, den Provision Fund, einen Eskalationszeitplan bei Ausfall und weitere Instrumente zur Minderung der mit einer P2P-Anlage verbundenen Risiken.
Über Maclear
Maclear AG ist eine P2P-Lending- und Crowdlending-Plattform mit Hauptsitz in der Schweiz. Das Unternehmen agiert als Finanzintermediär im Nichtbankensektor und ist Mitglied der PolyReg SRO in Übereinstimmung mit den Schweizer Finanzvorschriften, einschließlich AML, KYC und DSGVO. Maclear bietet Privatanlegern und qualifizierten Anlegern Zugang zu geprüften Geschäftskreditmöglichkeiten, mit integrierter Risikobewertung, einem Provision Fund und einem Secondary Market für Liquidität.
Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine Anlage-, Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. P2P-Lending und Crowdlending-Investitionen sind mit dem Risiko eines teilweisen oder vollständigen Kapitalverlusts verbunden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Liquidität auf einem Zweitmarkt ist nicht garantiert. Leser sollten eigene Recherchen durchführen und qualifizierte Berater konsultieren, bevor sie finanzielle Entscheidungen treffen. Die Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen kann in bestimmten Jurisdiktionen eingeschränkt sein.