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P2P-Lending vs. Immobilien: Rendite, Risiko und Liquidität im Vergleich

„Immobilien“ bedeutet, Eigentum zu besitzen – oder einen Anteil daran über Immobilien-Crowdfunding – um Miete und mögliche Wertsteigerung zu erzielen. P2P-Lending bedeutet, Kredite zu finanzieren und Zinsen zu verdienen, gemessen als AROI. Immobilien sind ein physischer Vermögenswert, brauchen aber viel Kapital und lassen sich schwer schnell verkaufen; P2P beginnt ab 50 € und ist passiver. Beide bergen Risiken, einschließlich Kapitalverlust.

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P2P-Lending vs. Immobilien: der Kernunterschied

P2P-Lending und Immobilien unterscheiden sich als Anlageklassen vor allem beim Eigentum. Beim Immobilienkauf erwirbt der Anleger einen physischen Vermögenswert und erzielt Erträge aus Mieteinnahmen oder Wertsteigerung. Beim P2P-Lending stellt der Anleger dagegen über dafür vorgesehene Plattformen Kapital als Kredit bereit und erhält feste Erträge in Form von Zinsen. In Deutschland reicht das Immobilienspektrum vom Direktkauf über offene und geschlossene Immobilienfonds bis hin zu börsennotierten G-REITs – häufig als „Betongold“ bezeichnet.

Die Anlageerfahrung unterscheidet sich entsprechend. Wer Immobilien besitzt, senkt Risiken durch Versicherungen, Steuergestaltung, ordnungsgemäße Instandhaltung und den Zufluss von Mietern. Wer P2P-Lending betreibt, verlässt sich häufig auf die Plattform sowie ihre Reputation und Mechanismen, um Anlagerisiken wie Illiquidität, Kreditnehmerausfall und weitere Risiken zu senken.

Zum rechtlichen Rahmen: Crowdlending-Plattformen aus der EU unterliegen der ECSP-Verordnung (EU) 2020/1503 und werden in Deutschland von der BaFin gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt. Maclear AG ist dagegen ein schweizerisches Unternehmen und als Finanzintermediär Mitglied der PolyReg SRO – nicht von der BaFin zugelassen und grenzüberschreitend tätig; eine FINMA-Zulassung besitzt Maclear nicht. P2P-Anlagen unterliegen damit nicht der deutschen Einlagensicherung.

Was ist liquider – Immobilien oder P2P-Lending?

Sowohl P2P-Lending als auch Immobilien sind alternative Anlagen; es gibt daher keinen objektiv liquideren der beiden Werte. Immobilien bieten jedoch mehr Möglichkeiten zur langfristigen Wertsteigerung, während P2P-Lending stärker auf Kapitalerhalt über Zinsen ausgerichtet ist. Beide Anlagen können je nach Situation liquide oder illiquide sein – eine direkte Immobilie ist dabei oft besonders illiquide und birgt ein Klumpenrisiko.

Wie Sie verdienen: Miete und Wertsteigerung vs. Zinsen

Immobilien erzielen Erträge über den Anstieg des Marktwerts oder über Mietzahlungen. P2P-Lending liefert dem Anleger feste Zinszahlungen des Kreditnehmers. Bei Immobilien hängt der tatsächliche Ertrag von der künftigen Wertentwicklung und der Stabilität der Mietzahlungen ab, während P2P stärker vom regelmäßigen Zahlungsstrom ohne technische Störungen abhängt.

Der Tilgungsplan gemäß Vereinbarung bestimmt, wie der Anleger beim P2P-Lending seinen Ertrag erhält. Die Renditen werden als annualisierte Rendite (annualized return on investment, AROI) gemessen und nicht als effektiver Jahreszins für die gezahlten Zinsen. Immobilien können zusätzlich Erträge über den Anstieg des Marktwerts liefern. P2P-Renditen hängen von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers ab; im Ausfall ist die Rückzahlung nicht garantiert.

Kann P2P-Lending wie eine Mietimmobilie passives Einkommen liefern?

Sowohl P2P-Lending als auch Mietobjekte können passives Einkommen liefern. Vermietete Immobilien erzielen es aus der vom Mieter gezahlten Miete, P2P-Anlagen in Form monatlicher Zinsen.

Kapital, Liquidität und Aufwand

Der Zeitaufwand für die Verwaltung von P2P-Anlagen und Immobilien unterscheidet sich erheblich. Wer ein Immobilienprojekt erwerben will, muss häufig genügend Kapital im Voraus einsetzen und mitunter eine Hypothek oder andere Instrumente nutzen. P2P-Forderungen erfordern dagegen eine deutlich niedrigere Schwelle, oft schon ab 50 €. Immobilien-Crowdfunding senkt die anfängliche Investition, doch die Mindestbeiträge liegen in der Regel weiterhin höher als bei P2P-Lending-Plattformen. Die folgende Tabelle fasst weitere Unterschiede zusammen.

P2P-Lending vs. Immobilien (direkt und Crowdfunding) – wie sie sich vergleichen lassen.
DimensionP2P-LendingImmobilien (direkt + Crowdfunding)
Rendite und MessgrößeFeste Zinserträge, gemessen als AROI; Renditen nicht garantiertErtrag aus Miete und Wertsteigerung (Gesamtrendite); Crowdfunding zeigt prognostizierte Renditen; Renditen nicht garantiert
RisikoAusfall des Kreditnehmers, Risikominderung durch Sicherheiten und/oder Provision FundMarktrisiko des Immobilienwerts sowie Klumpenrisiko, abgemildert durch Fremdkapital, Instandhaltung und Mieterzufluss
LiquiditätSecondary Market zum vorzeitigen Verkauf von Forderungen mit 2,5 % Gebühr, ohne VerkaufsgarantieDirektverkäufe dauern Wochen bis Monate und verursachen hohe Transaktionskosten; offene Immobilienfonds kennen Mindesthalte- und Kündigungsfristen
MindestkapitalAb 50 € pro ForderungDirektes Eigentum häufig im Bereich mehrerer Tausend Euro und darüber
ZeithorizontKurz- bis mittelfristigLang (Jahre)
ErtragsartFeste Erträge über ZinsenMieteinnahmen und Wertsteigerung
KapitalschutzDurch Sicherheiten unterlegt, konservativer LTV; der Provision Fund ist keine RückkaufgarantieDurch einen physischen Vermögenswert gedeckt, dessen Wert jedoch schwanken kann
SteuerhinweisZinsen werden in der Regel als Kapitaleinkünfte besteuert (in Deutschland Abgeltungsteuer, Anlage KAP; allgemein, Stand 2026, bitte prüfen)Steuer auf Mieteinnahmen sowie Grundsteuer und ggf. Steuer auf Veräußerungsgewinne (in Deutschland u. a. Spekulationsfrist)

Diese Tabelle ist illustrativ. Renditen sind nicht garantiert, Mindestbeträge, Gebühren und Liquidität variieren je nach Plattform und im Zeitverlauf, und alle Anlagen bergen Risiken, einschließlich des Verlusts von Kapital.

Wie viel Geld brauchen Sie für den Einstieg in Immobilien vs. P2P-Lending?

Für den Einstieg in P2P-Forderungen genügen bereits 50 €. Eine Immobilieninvestition erfordert erhebliche Summen, oft im Bereich mehrerer Tausend Euro und darüber, um ein Objekt zu besitzen. Braucht der Anleger seine Mittel zurück, kann er versuchen, ein Immobilienobjekt oder – auf dem Secondary Market – eine P2P-Forderung vor Fälligkeit zu verkaufen. In beiden Fällen ist ein erfolgreicher Verkauf jedoch nicht garantiert.

Risiko: physische Vermögenswerte vs. besicherte Kredite

Das Risikoprofil von Immobilien- und P2P-Anlagen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht. Immobilienbesitz bringt Konzentrations- bzw. Klumpenrisiken in einem einzelnen Objekt, Instandhaltung, Mieterzufluss und Marktwertrisiko mit sich. P2P-Lending trägt technisches Risiko der Plattform, Liquiditäts- und kreditnehmerbezogene Risiken.

Beim P2P-Lending wird das Marktwertrisiko der Immobilie durch das Insolvenzrisiko des Kreditnehmers ersetzt. Daher nutzen Anleger Mechanismen wie vertragliche Rückzahlungsverpflichtungen und die Besicherung des Kredits mit einem konservativen (niedrigeren) Beleihungsauslauf (Loan-to-Value, LTV). Zusätzlich kann der Provision Fund eingesetzt werden, um Zinsen bei vorübergehenden Zahlungsstörungen zu stützen. Trotz aller Abmilderung bleiben die Risiken jedoch bestehen, egal wie sorgfältig sie gesteuert werden. Weder P2P-Lending noch Immobilien sind risikofrei.

Sind Immobilien sicherer als P2P-Lending?

Weder Immobilien noch P2P-Lending sind universell sicherer als die jeweils andere Anlage. Immobilien können durch Versicherungen abgesichert sein und Mieter Kosten vertraglich erstatten; P2P-Lending kann mit Sicherheiten unterlegt sein. Die Frage der Sicherheit bleibt eine Auslegungssache – abhängig von der Beurteilung des konkreten Projekts und dem gewünschten Risikoprofil.

Für welchen Anleger eignet sich was – und wie sie zusammenwirken

P2P-Lending und Immobilien sind komplementäre Bausteine im Portfolio des Anlegers, keine sich gegenseitig ausschließenden. Wer über viel Kapital verfügt und ein Portfolio diversifizieren möchte, für den können Immobilien langfristig eine sinnvolle alternative Anlageoption sein. Wer sich stärker um Kapitalerhalt und stabile Erträge sorgt, für den kann P2P-Lending wegen der regelmäßigen Zinszahlungen infrage kommen. Immobilien verschaffen dem Anleger ein Engagement in Mieteinnahmen, P2P-Lending liefert feste Zahlungen – Zinsen.

Keine Anlageklasse ist der anderen generell überlegen. Da sich Anleger in ihrer Risikoeinschätzung, ihrer akzeptierten Risikoschwelle und ihren Portfoliozielen unterscheiden, können sowohl Immobilien als auch P2P-Lending die passendste Wahl sein. Es ist durchaus möglich, dass ein Anleger beide Anlagen in einem Portfolio hält.

P2P-Lending ist kein Ersatz für Immobilieneigentum und garantiert weder Renditen noch schützt es Ihr Kapital – das Kapital ist dem Risiko ausgesetzt, und ein Provision Fund ist keine Rückkaufgarantie.

FAQ

Ist P2P-Lending besser als eine Immobilieninvestition?

Nein, P2P-Lending ist nicht zwangsläufig besser als eine Immobilieninvestition. Es handelt sich um unterschiedliche Anlageklassen – beide alternative Anlagen mit unterschiedlichen Zwecken. Anleger, die Wertsteigerung bevorzugen und langfristig erhebliches Kapital binden, investieren möglicherweise in Immobilien, während jene, die mit moderaten Mitteln auf Kapitalerhalt zielen, P2P-Lending vorziehen könnten. Jeder Fall hängt von Kapital, Horizont, Liquidität und Risikoprofil ab.

Wie viel Geld brauchen Sie für Immobilien vs. P2P-Lending?

Immobilien erfordern in der Regel erhebliches Kapital oder eine Hypothek – oder weniger, wenn sie über Crowdfunding finanziert werden. P2P-Lending lässt sich üblicherweise ab 50 € pro Forderung in Betracht ziehen.

Was ist liquider, Immobilien oder P2P-Lending?

Sowohl Immobilien als auch P2P-Lending können je nach Situation liquide oder illiquide sein. Immobilien verkaufen sich langsam und mit hohen Transaktionskosten. Eine P2P-Forderung kann vor Fälligkeit auf dem Secondary Market verkauft werden; die Liquidität ist jedoch nicht garantiert.

Kann P2P-Lending passives Einkommen wie eine Mietimmobilie sein?

Sowohl P2P-Lending als auch Mietimmobilien können passives Einkommen liefern. Mietobjekte erzielen es aus der Miete der Mieter, P2P-Lending in Form von Zinsen – wobei die Renditen (AROI) nicht garantiert sind und eine Mietimmobilie weiterhin Verwaltung und Kosten erfordert.

Sind Immobilien sicherer als P2P-Lending?

Ob Immobilien sicherer sind als P2P-Lending, hängt vollständig von der Situation ab. P2P-Forderungen und Immobilien unterscheiden sich in Risikoprofil, potenziellen Renditen, Liquidität und Verwaltung; keine der Anlageklassen ist risikofrei, und in beiden ist das Kapital dem Risiko ausgesetzt.

Über Maclear

Maclear AG ist eine schweizerische P2P-Lending- und Crowdlending-Plattform mit Sitz in der Schweiz. Das Unternehmen ist als Finanzintermediär im Nichtbankensektor tätig und Mitglied der PolyReg SRO, im Einklang mit den schweizerischen Finanzvorschriften einschließlich AML, KYC und DSGVO. Maclear bietet Privatanlegern und qualifizierten Anlegern Zugang zu geprüften Unternehmenskrediten – mit integrierter Risikobewertung, einem Provision Fund und einem Secondary Market für Liquidität.

Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine Anlage-, Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. P2P-Lending und Crowdlending-Investments bergen das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Kapitalverlusts. Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Liquidität auf einem Secondary Market ist nicht garantiert. Leserinnen und Leser sollten eigene Recherchen anstellen und vor finanziellen Entscheidungen qualifizierte Berater konsultieren. Die Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen kann in bestimmten Jurisdiktionen eingeschränkt sein.

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